Fleißarbeit zu Citroën LN, LNA, VISA, Oltcit Axel und C15

Eine neue Veröffentlichung von Citrovisie zur ersten Citroën-Generation mit Peugeot-Technik und den Typen LN, LNA, VISA, Oltcit, Axel und C15 ist erschienen und ab sofort im Garage 2CV Shop erhältlich.
 
Von Jan Eggermann/garage2cv.de, Bilder: Citrovisie
 
Ganze 360 Seiten stark ist das jetzt erschienene niederländischsprachige Buch zu den Kleintjes in crisistjid, was so viel wie die „Kleinen in Krisenzeiten“ bedeutet. Auf Citroën bezogen versteht Autor Thijs van der Zanden darunter die ersten Citroën-Fahrzeugtypen die unter Verwendung von Peugeot-Technik entstanden, also die heute fast vergessenen VISA und die mega-raren LN und LNA, sowie den zwar erst lange nach der Fusion mit dem Löwen von Sochaux in Serie gegangenen „rumänischen“ Citroën Axel alias Oltcit. Der gehört zeitlich zwar nicht so ganz zur Citroën-Krise der Siebziger, da er aber weitgehend auf dem Citroën-Projekt Y basiert, verhilft ihm seine Ähnlichkeit zum VISA dann aber doch zu einem Platz im Buch. Gleiches gilt für den 1984 markteingeführten C15-Lieferwagen.
 
Im Allgemeinen überzeugen die Bücher aus dem Citrovisie-Verlag durch eine beachtliche Fülle von bislang unveröffentlichtem oder zumindest kaum bekannten Archivmaterial. Der fleißige Archivarbeiter Thjis van der Zanden gräbt das Material regelmäßig aus den unendlichen Weiten der angeblich 21 Kilometer langen Archivkilometer des französischen Citroën Héritage aus und kombiniert es dann mit informativen Texten zu schön gestalteten Bücher. Und das passierte wohl auch beim neuesten Titel, etliche der ungezählten Fotos weisen als Quelle das Citroën Heritage aus. Praktisch fasst das Buch auch die seit Jahren vergriffenen Bücher zum Citroën VISA und Axel zusammen, ergänzt durch die Fahrzeugtypen LN & LNA.
 

Erhältlich ist Kleintjes in crisistijd zum Preis von 39.90 EUR direkt beim Verlag oder im Garage 2CV Shop.

Herausgekommen ist ein kurzweiliges, doch trotzdem nicht oberflächliches Werk. Naturgemäß überzeugen vor allem die bislang unbekannten Fotos von etlichen Modell-Studien der Citroën-Entwicklungsabteilung aus den Siebzigern und Achtziger, zeigen sie doch das Werden von VISA & Co. wie man es noch nie zuvor gesehen hat. Dabei gibt das Buch natürlich auch ein ordentliches Stück Unternehmensgeschichte jener Zeit wieder, etliche Details dürften selbst für eingefleischte Citroënfans neu und unbekannt sein. So soll Citroën selbst bei der Entwicklung eines letztlich nicht gebauten Trabant-Prototypen in Zwickau seine Hände im Spiel gehabt haben. Interessant anzusehen auch die eher „privaten“ Aufnahmen von zeitgenössichen Messe- oder Händlerpräsentationen, sowie internationales Bild- und Werbematerial. Kennen Sie noch den Spatz von Paris oder das Sondermodell C15 Space Lab ?
 
Gut gemacht sind die im hinteren Teil des Buches zu findenden Listen mit chronologischen Änderungen an den einzelnen Modellreihen, oft veranschaulicht durch entsprechende Detailfotos, abgeschlossen durch detaillierte Produktionszahlen. Kleintjes in crisistjd, ein tolles Buch!
 
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