Zum Geburtstag ein Doppelwinkel


 
Von Jan Eggermann, Bilder: Garage 2CV / Citroën
 
Einmal im Jahr feiert die nordrhein-westfälischen Stadt Düsseldorf direkt am Rheinufer ihr charmantes Frankreichfest und lockt hunderttausende Besucher an. An diesem Freitagmorgen herrscht im Schatten des historischen Rathauses noch Ruhe vor dem Ansturm. Sämtliche Stände im Schatten des Rathauses sind schon aufgebaut und besetzt. Doch offiziell öffnet man erst an Nachmittag. Trotzdem herrscht schon reges Treiben auf dem Burgplatz. Seit 8 Uhr treffen im Minutentakt etliche historische und moderne Citroën-Fahrzeugen ein: Der Hersteller – bereits seit vielen Jahren Unterstützer des Frankreichfestes und der angeschlossenenen Oldtimer-Rallye „Tour de Düsseldorf“ – hat anläßlich seines eigenen Firmenjubiläums Citroën- und DS-Liebhaber eingeladen um gemeinsam einen riesigen Doppelwinkel zu arrangieren.
 

 
Im Eingangsbereich des Burgplatzes hat Citroën einen modern und stilsicher eingerichteten Container aufgestellt. Innen steht der neue Citroën C5 Aircross. „La Maison Citroën“ nennt sich das neue dezentrale Verkaufskonzept der Marke. Demnächts sollen Auto und Container auch noch an anderen Stellen präsentiert werden. Ein paar Meter weiter und etwas konventioneller ein schwarzes Zelt der Citroën-Submarke DS Automobiles. Darin gibt die 2016 vorgestellte Studie Citroën CXperience einen Vorgeschmack auf die künftige Oberklasselimousine von Citroën bzw. DS. Draußen läuft alles mit unglaublicher Präzision ab: Einweiser in roten T-Shirt navigieren alle Fahrzeuge passgenau an die richtigen Stellen, manchmal Stoßstange an Stoßstange. Ältestes Citroën-Fahrzeug ist ein C6 des Jahres 1928. Für Citroën-Historiker Immo Mikloweit, der sich seit Jahren mit der Citroën-Produktion in Köln-Poll beschäftigt, dürfte es wohl das interessanteste Fahrzeug auf dem Burgplatz gewesen sein. Zahlenmäßig sehr gut vertreten ist die Ente, bis heute der hierzulande meist verkaufte Typ der Marke. In einem orangenen Exemplar ist der ehemalige PSA- und Citroën-Pressesprecher Stephan Lützenkirchen aus Köln angereist.
 

 
Und schon werden auch schon alle per Lautsprecher aufgefordert, den Platz zu verlassen, damit der aus Autos arrangierte Doppelwinkel so richtig zur Geltung kommen kann. Nach dem kurzen gedrohnten Shooting füllt sich der Burgplatz schnell wieder. Mit dabei sind jetzt auch rund 300 Citroën-Händler und viele höhere Mitarbeiter der deutschen Citroën-Niederlassung aus Köln. Eigens aus Paris angereist und standesgemäß in einem perfekt erhaltenen Citroën C6 vom Flughafen in die Altstadt chauffiert ist mit Henri-Jacques Citroën ein Enkel des Firmengründers. Noch am Vortag war er von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron im Elysees-Palast empfangen worden. Macron hatte ihm bei dieser Gelegenheit auch verraten, dass er selbst einen Citroën C6 sein Eigen nennt. Citroën gibt unzähligen Pressevertretern Interviews, das deutsche Automagazin Auto Bild ist eigens mit einer ganzen Reihe von Lesern angereist. Am frühen Nachmittag leert sich der Platz wieder. Doch die Citroën-Geburtstags-Party geht weiter: In zwei Wochen im französischen La Ferté-Vidame. En avant Citroën !
 


 

 
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