Eine Göttin und viele knallbunte Enten


 
„Mit Citroën fing alles an“ schildert den Aufstieg eines kleines Familienbetriebes zur bundesweit aktiven Unternehmensgruppe mit 800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 300 Millionen Euro. Hermann Bleker begleitet das Unternehmen seit seinen Anfängen und hat jetzt die einzigartige Geschichte der Bleker Gruppe zu Papier gebracht. Natürlich mit viel Leidenschaft für Citroën!
 
Von Jan Eggermann, Bilder: BUCH & MOTOR / Bleker Gruppe
 
Die im münsterländischen Borken ansässige Bleker-Gruppe gilt seit Mitte der Neunziger Jahre als größter privater Citroën-Händler Deutschlands. Insgesamt beschäftigt man rund 800 Mitarbeiter und kommt aktuell auf Jahresumsätze von mehr als 300 Millionen Euro. Zusammen mit Fahrzeugen anderer Marken (so etwa Alfa Romeo, Peugeot oder Maserati) verkauft man jährlich mehr als 10.000 Neuwagen. Daneben sind die Blekers auch auf Geschäftsfeldern wie dem Spezialfahrzeugbau oder im Ersatzteilwesen erfolgreich. Vielleicht aber noch eindrucksvoller als die reinen Zahlen sind die regelmäßigen Marktanteile im westlichen Münsterland, die oft jenseits der 40 % liegen und inländische Hersteller regelmäßig hinten an stehen lassen. Doch wie gelingt einem kleinen Unternehmen ein solch beispielloser Aufstieg seit 1969 ? Um es gleich vorweg zu nehmen: Mit viel Leidenschaft für Citroën und einem fast selbstlosen Einsatz für das Familienunternehmen.
 

 
Alles hatte mit einem Krankenhausaufenthalt von Seniorchef Josef Bleker im Spätsommer 1969 begonnen. Durch einen Zimmernachbarn wurde Vater Bleker auf die göttliche DS von Citroën aufmerksam. Könnte man nicht genau solche Autos verkaufen ? Man konnte ! Schon wenig später saß Josef Bleker mit einem Vertreter der Kölner Citroën Deutschland AG im Wohnzimmer der Familienwohnung um den ersten offizielle Händlervertrag mit Citroën zu unterschreiben. Er datiert vom 29. Oktober 1969. Schon im Januar 1970 standen dann die ersten Citroën 2CV in allen erdenklichen Farben vor dem Lackierbetrieb in der Borkener Königsberger Straße. Noch im selben Jahr folgten mit Citroën GS und SM zwei Klassiker, die 2020 genau wie das Citroën Autohaus Bleker bereits ein halbes Jahrhundert alt geworden sind.
 
Hermann Bleker hat das Buch Mit Citroën fing alles an geschrieben, um die außergewöhnliche und beeindruckende Geschichte des Münsterländer Familienunternehmens lückenlos zu dokumentieren und damit ein Beispiel auch für andere Unternehmen und Unternehmer zu geben. Neben der an sich schon spannenden Unternehmensgeschichte sind es vor allem die vielen persönlichen Erlebnisse des Blekers, die das Buch lesenswert und zuweilen auch spannend machen. So ist Bleker mit seiner Citroën DS oft auch mitten in der Nacht oder an Sonn- und Feiertagen unterwegs, um Kunden zu helfen. Weil die Blekers von Anfang an konsequent auf eine solche Servicequalität setzen, entsteht nach und nach eine sehr hohe Kundenbindung, von der das Unternehmen bis heute profitiert. Man wird beim Lesen des Buches das Gefühl nicht los, dass man es hier mit Menschen zu tun hat, die bei aller Orientierung auf wirtschaftliche Kennzahlen nie die persönliche Bindung zu ihren Kunden verlieren. Und so erwächst mit den Jahren aus der kleinen Borkener Citroën-Werkstatt Bleker die Unternehmensgruppe Bleker mit heute rund 800 Mitarbeitern an vielen Standorten, die sich von ihrer Ausrichtung her noch immer als kundenorientiertes Familienunternehmen begreift. Überaus interessant sind daneben auch die vielen Fotografien aus der langen Geschichte der Bleker Gruppe, die die Entwicklung bildlich sehr nachvollziehbar machen. Sehr bemerkenswert ist auch die umfassende Auswahl der seit 1970 (bis heute) von Bleker geschalteten Werbeanzeigen. Egal ob 2CV, DS oder Ami 8 der ersten Tage, die legendären Citroën GS oder SM, oder die Volumentypen AX, BX oder ZX: Mittels der vielen abgebildeten Werbeanzeigen bekommt man praktisch einen lückenlosen Querschnitt der seit 1970 in Deutschland vertriebenen Citroën-Typen.
 

 
Auch im Jahr 2020 ist Citroën die Hauptmarke der Bleker Gruppe geblieben. Doch daneben vertreibt man jetzt auch Automobile von Alfa Romeo, Dacia, DS Automobiles, Jeep, Maserati, Peugeot, Renault sowie Opel. Außerdem stellt man die Versorgung von hunderten freier Kraftfahrzeugwerkstätten mit Originalersatzteilen sicher und unterhält einen eigenen Spezialfahrzeugbau. Mit rund 10.000 jährlich verkauften Kraftfahrzeugen und einem Jahresumsatz von rund 300 Millionen Euro versteht sich die Bleker Gruppe am Vorabend der Mobilitätswende schon heute als umfassender Mobilitätsdienstleister. Und das alles mit dem Charme des Münsterlandes !
 
Der aufschlußreiche und wohl auch einzigartige Blick eines Citroën-Insiders auf den bundesdeutschen Automobilhandel erscheint Anfang März 2020 und ist dann zum Preis von 29,90 EUR in den Filialen der Bleker Gruppe, im Buchhandel oder direkt bei BUCH & MOTOR erhältlich.
 

 

 
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