Citroën born Paris XV

Mit einer sehenswerten Open-Air-Großausstellung kehrte Citroën jetzt für drei Tage in das 15. Arrondissement von Paris zurück. Dort hatte vor einhundert Jahren die Produktion von Citroën-Automobilen begonnen.
 
Von Jan Eggermann, Bilder: Garage 2CV
 
100 Autos für 100 Jahre: Hersteller Citroën zeigte Anfang Juni 2019 auf der Rue Linois im 15. Arrondissement – also der Stadteil Grenelle – unter dem Motto Citroën born Paris XV automobile Meilensteine seiner Firmengeschichte. Der Bereich im Südwesten der französischen Hauptstadt unweit von Eiffelturm, Seine und Messe gilt als „Citroën-Stadtteil“, denn bis 1982 befand sich am Quai de Javel der Hauptsitz von Citroën. Viele Straßen, Plätze oder öffentliche Einrichtungen sind nach Personen aus der Historie der Marke benannt. Kein Wunder also, dass sich Citroën für seine über drei Tage laufende Geburtstagsausstellung für diesen Stadtteil entschieden hatte. Eigentlich hatte man die Straße komplett sperren wollen, dafür allerdings letztlich keine Genehmigung bekommen. Dem Ereignis tat das allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil: Viele Citroënisten nutzten die Gelegenheit, für einige Augenblicke lebendiger Teil der Austellung zu werden, deren Exponate zum Teil aus dem Werksmuseum, zum Teil aber auch von privaten Sammlern kamen.
 

 
In den frühen Morgenstunden des ersten Ausstellungstages traf sich am Seine-seitigen Eingang das „Who-is-who“ der heutigen Citroën-Szene, so Citroën-Markenchefin Linda Jackson und mit Henri-Jacques Citroën ein Enkel des Firmengründers André. Ebenfalls vor Ort Pierre Leclerq, seit September 2018 Designchef bei Citroën. Er war in der Nähe der beiden von ihm entworfenen Studien Citroën Ami One und Citroën 1919 natürlich von vielen Journalisten und Fotografen umringt. Kaum jemandem wird wohl aufgefallen sein, dass der Voll-Elektro-Prototyp 1919 bei aller Modernität tatsächlich einige Anklänge an eine ganz frühe Studie des legendären Flaminio Bertoni zeigte.
 

 
Und so flanierten im Laufe von drei Tagen wohl tausende von Pariserinnen und Parisern an den ausgestellten Citroëns vorbei. Und wenn man bereits kleine Kinder verzückt rufen hört: „Schau Papa, ein 2CV!“, dann kann es um die Bekanntheit der Marke Citroën nicht schlecht bestellt sein. Manche Exponate zeigten erst bei genauerem Hinsehen liebevolle Details, so war etwa in einem 2CV der oft bemühte und entsprechend berühmte Korb mit rohen Eiern auf den Rücksitzen zu sehen. Die gesamte Ausstellung war beidseitig in Jahrzehnte unterteilt. Schaupieler in zeitgenössischer Kleidung zeigten zu jeder Epoche kleine Stücke, es Aerobic-Vorführungen in den Achtzigern, in den „Zwanzigern“ fühlte man sich an den Pariser Swing, die Mistinguett und Josefine Baker erinnert.
 


 

 

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