100 Jahre Citroën in Uruguay

Mit einer Citroën-Karawane durch die uruguayische Hauptstadt Montevideo feierten örtliche Citroën-Fans den einhundertjährigen Markengeburtstag.
 
Text: Jan Eggermann / Bilder: Nicolás Mecia / Citroën Club Buenos Aires
 
„Republik östlich des Uruguay“ heißt die kleine Republik am Rio de la Plata zwischen Argentinien und Brasilien offiziell. Wenn man nicht im neunzehnten Jahrhundert zum Spielball internationaler Machtpolitik geworden wäre, würde man mit hoher Wahrscheinlichkeit heute ein Teil der großen spanischsprachigen Schwester im Süden sein. So aber konnte sich das kleine Land unabhängig entwickeln und galt aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Situation lange Zeit als „Schweiz Südamerikas“, denn Berge gibt es in Uruguay so gut wie keine. Dafür ist Uruguays Hauptstadt Montevideo kaum sechzig Kilometer von Buenos Aires entfernt und von dort mit Schnellbooten erreichbar, was einen regen kulturellen Austausch zwischen beiden Staaten fördert. Auch deshalb hat Uruguay eine lange Citroën-Tradition und auf den Straßen des Landes ist eine beachtliche Vielfalt von verschiedenen Citroën-Typen unterwegs. Angefangen beim Traction Avant (ein Exemplar ist im patinierten Zustand immobiler Bestand der Weltkulturerbe-Stadt Colonia) über 2CV und Méhari bis zu den aktuell in Südamerika hergestellten Typen. Viele Citroëns wurden importiert, doch eine stattliche Anzahl ist auch im Lande selbst hergestellt worden. Auch für die argentinische Citroën-Produktion war Uruguay früher ein wichtiger Zulieferer, zeitweise wurden hier Kastenenten hergestellt und der argentinische Méhari entstand mit Plastikteilen aus Nueva Helvecia. Dass das kleine Land deshalb anläßlich des einhundertjährigen Citroën-Markenjubiläums eine Rolle spielen würde, war also vorprogrammiert. Und so feierte man am 14. September 2019 einen Tag lang 100 Jahre Citroën. Los ging es morgens um 9 Uhr mit einem Frühstück im Hotel Cottage Carrasco im Westen von Montevideo, von wo aus man dann per Citroën-Karawane durch Zentrum der uruguayischen Hauptstadt zurpitoresken Bodega Bouza fuhr, die für Freunde des uruguayischen Weines ein Begriff ist. Per Video wurde eine Grußbotschaft von Henri-Jacques Citroën – Enkel des Firmengründers André Citroën – eingespielt, der seit einiger Zeit als „Botschafter der Amicale Citroën Internationale“ auftritt.
 




 
Neben den vielen Citroën-Fahrzeugen sah man im Laufe des Tages mit Hugues Moret den Botschafter Frankreichs in Uruguay, mit Jean Paul Martinet den Präsidenten des Montevideo Classic Car Clubs und Alvaro Casal vom Historischen Museum des Automobilclubs von Uruguay. Ebenfalls dabei Enrique Bazterrica als Repräsentant Argentiniens sowie Alvaro Scoseria als Vertreter der FIVA, also der Internationalen Federation für historische Fahrzeuge.
 

 
Maßgeblich organisiert wurde der Tag von den beiden uruguayischen Amicale-Vertretern Jorge Santamarina und Nicolas Mescia, die wiederum auf die Hilfe von Oversil bauen konnten. Oversil ist der exklusive Repräsentant von Citroën in Uruguay. 100 años Citroën: Ein unvergeßlicher Tag rund um den Doppelwinkel in Uruguay!
 

 
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