Wolfsburg: 2CV in offizieller VW-Ausstellung

Citroën 2CV
Volkswagen würdigt die Ente jetzt offiziell in Wolfsburg

Meilensteine der Automobilität in Wolfsburg: Austin Mini und Citroën 2CV.

Seit Mitte März 2008 zeigt Volkswagen seine werkseigene Sammlung Meilensteine der Automobilität in den neu gestalteten Ausstellungsräumen des ZeitHauses. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Geschichte des Automobils im allgemeinen, sondern vor allem die Chronik der Entwicklung eines einst exklusiven Produktes für wenige, hin zur Selbstverständlichkeit für viele.

Aufnahme in die Sammlung haben also durchweg Automobile gefunden, die bahnbrechende Innovationen zugunsten von Kosten- und damit von Preissenkungen verkörpern – sei es technisch, konzeptionell oder auch im Hinblick auf ihre Produktionsweise. Natürlich steht der VW Käfer zusammen mit seinen frühen Prototypen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im ZeitHaus Wolfsburg, doch mit ihm haben etliche Zeitgenossen aus vielen Ländern einen Platz im Rahmen der Präsentation gefunden, etwa der britische Austin Mini oder der ostdeutsche Trabant.

Wolfsburger Inszenierung: Neugestaltete Wandflächen bringen die einzelnen Exponate noch besser zur Geltung.

Als französischen Meilenstein zur Entwicklung heutiger Automobilität wählten die Wolfsburger die Ente von Citroën aus und bedachten sie mit einem dauerhaften Platz im Rahmen der sehenswerten Ausstellung. Das Fahrzeug – eine AZ-Wellblechente von 1960 – wird in Verbindung mit einigen von garage2cv zur Verfügung gestellten Werbemotiven (so auch die hier in Wolfsburg durchaus als Anerkennung des 2CV zu verstehende „Er eroberte die Welt“ -Werbung) präsentiert.

Unvergessene Werbung: 2CV – Er eroberte die Welt!

Auf einer Schautafel mit näheren Erläuterungen ist folgendes zu lesen:

Die 40er/50er Jahre – Volksautomobile in Frankreich
Citroën und Renault motorisieren die Massen mit Vollwertkleinwagen

Einen völlig gegensätzlichen technischen Weg (als Renault, Anm. d. Red.) ging hingegen Citroën mit dem 1949 vorgestellten 2CV – wenngleich die käferförmige Karosserieform des „Deux-Cheveaux“ durchaus Ähnlichkeiten mit dem Volkswagen erkennen lässt. Citroën setzte seit den 30er Jahren auf Frontantrieb – und so treibt der kleine Leichtmetall-Zweizylinder auch im 2CV die Vorderräder an. Immerhin gleicht der 2CV-Motor konzeptionell dem des Käfers: Boxeranordnung, Luftkühlung.

Ingeniöse Radaufhängungs- und Federelemente bescherten dem Citroën einen bis zu seinem Debut unbekannten Fahrkomfort und einen an das Watscheln einer Ente erinnernden Fahrstil. In Deutschland erhielt der Kleinwagen folglich den Kosenamen Ente. Und Ente hielt sich länger als die Ende der 50er Jahre im Rahmen eines Citroën-Wettbewerbes ermittelte Bezeichnung „Monpti“ – die Verkürzung von „Mon petit“, „Mein Kleiner“.“


Voilà: Monpti – Erster Versuch zur 2CV-Namensgebung von 1959. Doch der watschelnde Fahrstil bescherte dem 2CV hierzulande seinen bis heute bekannten Kosenamen „Ente“.

Die Autostadt Wolfsburg hat täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, nähere Informationen unter www.autostadt.de.

Von Jan Eggermann/Bilder: Dirk-Michael Conradt/Archiv garage2cv.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*