Kurzabriß Citroën Ami 6 Break

Nachdem die Limousine des Ami 6 seit 1961 schon einige Jahre erfolgreich produziert worden war, brachte die französische und internationale Autopresse immer wieder eine mögliche Breakversion ins Gespräch, denn das atemberaubende Bertoni-Design des Ami 6 hatte einen entscheidenden Nachteil: Seine Zuladungsmöglichkeiten und damit der praktische Nutzen waren im Vergleich zum 2CV oder auch dem ebenfalls seit 1961 produzierten Renault 4 recht beschränkt. Robert Opron, langjähriger Mitarbeiter und Nachfolger Bertonis erinnerte sich später: “ Wir arbeiteten aufgrund einer Anfrage der Nutzfahrzeugabteilung an einer Breakversion. Allerdings ohne Einverständnis des Direktors, Pierre Bercot. Als er das schon weit gediehende Projekt entdeckte, kommentierte er: Wenn Sie das so machen wollen, machen Sie es. Aber bitte ohne mich. Ich bin kein Lkw-Fabrikant!“ Es wurde dann trotzdem „gemacht“. Mit hervorragendem Erfolg! Im Rahmen der Präsentation des Modelljahres 1965 im August des Vorjahres wurde das neue Fahrzeug offiziell vorgestellt. Nicht nur die von den großen Couturiers eingekleideten Mannequins erregten dabei grosses Aufsehen. Erwartungsgemäß erntete auch der neue Break viel Anerkennung. In den kommenden 14 Jahren sollte der Ami 6 break – ab 1969 als Ami 8 – für Citroën wichtige Anteile in diesem Marktsegment sichern. Die nüchternen Produktionszahlen belegen dies eindrucksvoll: Von 1.039.384 ami6 waren 551.880 Breaks. Auf 755.925 Ami 8 entfielen immerhin noch 386.582 Breaks. Hinzu kamen noch rund 30.000 Service-Breaks und 19.222 Ami Super Breaks.

Von Jan Eggermann

Erstmals erschienen zum Ami 6-Quarantenaire 2001

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