CX une lignée prestigieuse

Liegt es an seiner zeitlosen Optik, an den sportlichen Erfolgen, an den häufig prominenten Fahrern, oder gar an der häufig zu Unrecht diskreditierten Technik, dass der CX wie kein anderes Citroën-Produkt der siebziger Jahre in Erinnerung geblieben ist? Wahrscheinlich ist es jene Mischung aus positven und negativen Eigenschaften, die den CX im kollektiven Bewusstsein zu einem Citroën, und mehr noch zu einem besonderen Auto mit Charakter, haben reifen lassen. Unbestritten ist dreiunddreißig Jahre nach seiner Vorstellung, dass der CX der legitime Nachfolger der göttlichen DS ist, nicht mehr ganz so avantgardistisch vielleicht, doch im Abstand nicht weniger aufregend.

Dominique Pagneux, vor einigen Jahren bereits Autor des Buches „Citroën CX de mon père“, überrascht jetzt mit einer umfangreichen Veröffentlichung zum CX, die sich nicht auf bereits allseits bekanntes Material stützt, sondern endlich mehr Tiefgang in die publizistische Aufarbeitung der Baureihe bringt: CX une lignée prestigieuse, was übersetzt etwa bedeutet „CX eine anspruchsvolle Linie“. Dass das Layout der Titels alternativ auch mit der Überschrift „CX prestigieuse“, also „Anspruchvoller CX“ spielt, kann als Leitmotiv des gesamten Buches verstanden werden, denn Pagneux trägt auf 176 Seiten mit viel Akribie wissenswertes aus der langen Karriere des CX zusammen und lässt beim Leser zu keinem Augenblick den Eindruck entstehen, bereits hinlänglich bekanntes vorgesetzt zu bekommen, und das obwohl selbstverständlich auch auf gängiges Archivmaterial zurück- gegriffen wird. Insgesamt umfasst das Buch 8 umfangreiche Kapitel, die sich zunächst chronolgisch mit der Entwicklung bis 1974, dann mit der Seriengeschichte bis 1985, gefolgt von der kurzen CX 2 Geschichte bis 1989 befassen. Das Kapitel „La CX au quotidien“ – der CX „im Alltag“ bildet dann den inhaltlichen Übergang zu den Sonderthemen „La CX en competition“, das die sportlichen Erfolge dokumentiert, und „Des CX bien spéciales“, also die vielen Sonderumbauten. Das eingeschobene Kapitel „La CX partout dans le monde“ hätte etwas ausführlicher sein können, doch für französische Publikationen ist es bereits anerkennenswert, dass die im Ausland stattgefundenen Entwicklungen überhaupt – wenn auch etwas oberflächlich – erwähnt werden. „Bien connaitre ses CX …“ schließt das Buch mit zwei kurzen Seiten zu technischen Daten und den Seriennummern ab. Die neue Veröffentlichung zum CX ist nicht nur vom Titel her anspruchsvoll, nein, sie vermag auch inhaltlich zu überzeugen und die Ansprüche des Lesers zu erfüllen!

Von Jan Eggermann

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