Citroën auf den Champs-Elysées – Das C42

 

Citroën-Standort seit September 1927: Die Champs-Élysées. Bild: Citroën / Archiv garage 2cv

Keinesfalls fehlen sollte ein Besuch der Citroën-Niederlassung auf den Champs-Élyées: Verlässt man die Rue Marbeuf und überquert die Champs Élysées Richtung Place de la Concorde, fallen die Blicke schnell auf die architektonische Doppelwinkeladresse der Stadt, das in den achtziger und neunziger Jahren als Hippo Citroën bekannte, und nun zum C42 umgestaltete traditionelle Präsentationshaus der Marke in Paris.
 
Kein Ort in Paris bietet eine bessere oder repräsentativere Möglichkeit um einem ständigen Millionenpublikum Automobile zu präsentieren als die Champs-Élysées. Quasi alle bedeutenden Herstellerunterhalten hier (oder in unmittelbarer Nähe) Ausstellungsräume. Schon im September 1926 erkannte André Citroën das Potential, als er erste Ausstellungsräume am Prachtboulevard beziehen ließ. Der heutige Standort mit der Hausnummer 42 folgte ein Jahr später. Die offizielle Eröffnung fand während eines Salon d´Automobile statt, die ersten ausgestellten Modelle waren Fahrzeuge vom Typ Citroën B 14.
 

Das Hippo-Citroën 1999. Bild: Citroën / Archiv garage 2cv

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Das Hippo-Citroën im Mai 1998. Bild: Archiv Garage 2CV

Auch nach der Fusion mit Peugeot zum PSA-Konzern blieb der Standort in Betrieb, allerdings zog sich Citroën 1984 fast vollständig zurück und verpachtete das Gebäude für genau zwanzig Jahre an die Restaurantkette Hippo, die aus dem einstigen Showroom das Schnellrestaurant Hippo-Citroën machte. Viel mehr als der Firmenname blieb in jener Zeit nicht, denn abgesehen vom Namen an der Aussenfassade waren lediglich im Foyer stets zwei oder drei Neuwagen zu sehen.
Mit Blick auf das Ende des Mietvertages mit Hippotame zum 11. März 2004 rückte der renommierte Standort wieder in den Fokus des Interesses: Citroën schrieb einen Architektenwettbewerb zur Umgestaltung des Gebäudes aus, den Manuelle Gautrand mit ihrem Entwurf für sich entscheiden konnte.
 
Die Aussenansicht der Citroën Niederlassung auf den Champs Elysees, Foto: Citroën.

Die Architektur des C42 spielt mit ihrer Glasfassade auf das einstige Bauwerk an. Bild: Citroën Communication Paris.


Im September 2004 begannen die Umbauarbeiten, in deren Verlauf die alte Baussubstanz vollkommen abgetragen wurde. 2006 erfolgte nach zweijähriger Bauzeit die Wiedereröffnung. Die Repräsentanz der Marke verfügt nun über eine aufregende und – hinsichtlich des städtebaulichen Umfeldes – überaus auffällige Architektur, die mit ihrer gläsernen Fassade an die Anfangszeit des Vorgängerbaus erinnert. Zur Eigenständigkeit gehört auch der seitdem gebräuchliche Name des Ausstellungsraumen: C 42. Eine sprachliche Spielerei mit dem ersten Buchstaben der Marke, der Hausnummer, vor allem aber natürlich auch mit den aktuellen Modellkürzeln, die seit Anfang des letzten Jahrzehnts wieder mit dem traditionellen „C“ beginnen.
In den lichtdurchfluteten Zwischenetagen werden in Abständen von einigen Monaten jeweils aktuelle und historische Fahrzeuge, oder auch Modellstudien ausgestellt. Citroën läßt die gezeigten Objekte jeweils im Vorfeld per Internetabstimmung festlegen. Seit neuestem kann man auch mit einer gigantischen Rutsche von der obersten Etage nach unten jagen.
 
champs elysees

„Making of Citroën“ im C 42 mit Rutsche im Februar 2015. Bild: Jan Eggermann / Archiv Garage 2CV.


 
Stand: 15. Februar 2015
 

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