Citroën Ami wie ?

Warum heißt der Citroën Ami 6 eigentlich Ami 6 ?
 
banner-citroen-ami-wieAb 1955 arbeitet Citroën unter dem Projektnamen „M“ an einem Mittelklassefahrzeug. So etwas hat der Pariser Hersteller bislang nicht im Angebot. Allerdings gerät „M“ unter immer größeren finanziellen und zeitlichen Druck, wodurch das Auto im Laufe der Zeit immer stärker eher zu einem „Super-2CV“ als zu einem echten Mittelklassefahrzeug wird.  
 
citroen ami 6 werbungCitroën-intern läuft der 2CV unter dem Kürzel „A“, sodass die technische Verwandtschaft zur Ente in der Kombination „AM“ zum Ausdruck kommt. Unter diesem Kürzel erteilt die französische Zulassungsbehörde, der Service de mines, am 31. März 1961 dem Wagen die offizielle Straßenzulassung. 
 
Der mit dem Design des Autos betraute und ursprünglich aus Varese in Italien stammende Designer Flaminio Bertoni macht aus dem Kürzel „AM“ dann kurzerhand „amici“ (italienisch für „Freunde“), was von Citroën dankbar aufgegriffen und zum Kunstwort „Ami 6“ weiterentwickelt wird. Die Zahl 6 steht übrigens für den 600er-Motor des Ami, der von Walter Becchia aus seinem 2CV-Boxer von 1944 weiter entwickelt worden war. 
 
Ähnlich wie beim Citroën DS (La Deésse) wird auch die Bezeichnung Ami 6 in Französisch zum lautmalerischen Wortspiel, denn ausgesprochen klingt „l’Ami 6“ wie „La Missis“. In Deutschland ist der Ami der „kleine Freund“, doch in Wirklichkeit hat Citroën im April 1961 seiner „Göttin“ auch noch ein „Fräulein“ an die Seite gestellt …
 
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Von Jan Eggermann, März 2016
 
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