Bildbericht: Citroën auf Kuba

Nach wie vor ist die Mischung der Autotypen im Straßenbild Kubas einzigartig: Noch immer gut vertreten sind Fahrzeuge aus den fünfziger Jahren, vor allem amerikanische Straßenkreuzer der Marken Chevrolet und Ford, dicht gefolgt von den westdeutschen Opel Typen Olympia und Kapitän.
Ebenfalls relativ häufig anzutreffen sind Volkswagen aus mexikanischer Produktion. Auch exotische Importe aus den fünfziger Jahren wie Goliath, Messerschmidt oder BMW Isetta sind anzutreffen. Der hohe Anteil „vorrevolutionärer“ Fahrzeuge ist vor allem kubanischen Gesetzen geschuldet, die den privaten Handel mit vor 1959 in Kuba zugelassenen Personenwagen erlaubt, den mit neueren Fahrzeugen allerdings einschränkt. Was aus europäischer Sicht zunächst gewöhnungsbedürftig scheint, macht im Ganzen Sinn: Kuba wird von den Vereinten Nationen seit langem für besonders nachhaltigen Umgang mit seinen Ressourcen gelobt.

An der Provinzgrenze zwischen Matanza und Habana - Bild: Archiv garage2cv/EggermannBlauer Himmel und kilometerweite Sandstrände: Das touristische Kuba-Bild / Bild: Archiv garage2cv/EggermannBus nach Habana auf der Autostrada / Bild: Archiv garage2cv/EggermannSonnenuntergang am Malecon / Bild: Archiv garage2cv
Bild: Archiv garage2cv/EggermannCitroën AX an Malecon-Tankstelle / Bild: Archiv garage2cv/Eggermann

Das wohl zahlenmäßig am meisten vertretene Fahrzeug ist der russische FIAT-Lizenzbau Lada: Neben Behörden wie Ministerien und Polizei verfügen auch die beiden größten Taxiunternehmen der Hauptstadt über einen stattlichen Lada-Fuhrpark, der noch immer regelmäßig mit Neuwagen aus Togliati beliefert wird. Hierbei handelt es sich um ein letztes Relikt der seit 1990 kontinuierlich beendeten Zusammenarbeit zwischen Kuba und den einstmals sozialistischen Ländern. Oft werden technische Komponenten der robusten Ladas auch in andere Fahrzeuge implantiert, mancher ehemals 8-zylindrige Straßenkreuzer wird auf Kuba heute von einer Maschine aus Russland angetrieben. Andere russische Marken sind weitaus seltener im Straßenbild anzutreffen, gleiches gilt für andere Ostblockfahrzeuge, wobei der kleine Polski-Fiat 126 eine gewisse Ausnahme bildet.

Einzelgänger: Renault 4 / Bild: Archiv garage2cv/EggermannUn mundo mejor es posible - Eine bessere Welt ist möglich / Bild: Archiv garage2cv/EggermannOro Negro-Tankstelle in Habana-Nautico / Bild: Archiv garage2cv/EggermannBild: Archiv garage2cv/Eggermann"Hallo Taxi!" / Bild: Archiv garage2cv/EggermannJose-Marti-Denkmal, Plaza de la Revolucion / Bild: Archiv garage2cv/EggermannUAZ, Lada und Citroën Berlingo / Bild: Archiv garage2cv/EggermannBild: Archiv garage2cv/Eggermann

Seit einigen Jahren engagiert sich der französische Automobilhersteller PSA mit seinenMarken Citroën und Peugeot verstärkt in Kuba. Dass vor allem Citroën in letzter Zeit zu einer gerne benutzten Marke kubanischer Unternehmen geworden ist, bemerkt man vor allem in der Hauptstadt Habana, wo die kleinen Nutzfahrzeuge C15, Berlingo und Jumpy überall im Straßenbild zu finden sind. Auch Citroën-Personenfahrzeuge der Typen ZX und XSARA sind – meist als Taxis – häufig zu finden, ältere Typen wie VISA und GSA sind ebenfalls vorhanden, jedoch im Straßenbild weitaus seltener zu finden.

Bild: Archiv garage2cv/EggermannParis, 2002. Bild:garage2cv 2003Habana Veija / Bild: Archiv garage2cv/EggermannBild: Archiv garage2cv/EggermannAutostopp Bild: Archiv garage2cv/EggermannPeugeot 404 aus argentinischer Produktion in Habana / Bild: Archiv garage2cv/EggermannComandante en jefe: Fidel Castro / Bild: Archiv garage2cv/EggermannVISA-Tuning auf kubanisch / Bild: Archiv garage2cv/EggermannBild: Archiv garage2cv/EggermannUniversität von Habana Bild: Archiv garage2cv/EggermannEin Messerschmidt Tiger im Alltagseinsatz ! / Bild: Archiv garage2cv/EggermannBild: Archiv garage2cv/Eggermann

Text und Bilder von Jan Eggermann, 2007.

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