Besser fahren, Borgward fahren 1958

besser fahren borgward fahren 1958Mit Besser fahren, Borgward fahren 1958 von Peter Kurze – im Untertitel „Ein Rückblick auf Autos, Mitarbeiter und Werksalltag bei Borgward, Goliath und Lloyd“ – ist jetzt ein neuer Teil des von Kurze begonnenen Borgward-Lexikons erschienen.

 

Die vorliegende Ausgabe erscheint vier Jahre nach der ersten und befasst sich mit der Borgward-Gruppe des Jahres 1958. Demnach beschreibt das neue Borgward-Jahrbuch neben dem gesamten Fahrzeugprogramm mit allen Neuheiten (Lloyd Alexander Frua) oder Änderungen (geänderte Motorhaube an der Isabella, dem Lloyd (Alexander TS) oder dem Goliath-PKW) auch etliche innerbetriebliche Gegebenheiten des Jahres 1958, die bislang nur Insidern (also Betriebsangehörigen) bekannt waren, werden von Kurze und seinen Co-Autoren Ulf Kaack und Bernard Völker ans Licht geholt. So finden sich Erkenntnisse zum geplanten „Lloyd 500“, zu projektierten Boxermotoren der Borgward-Rüstungsabteilung, der Arabella-Entwicklung und zum 1958 neuen Ersatzteilwerk der Lloyd Motoren Werke.

 

Es gefällt, dass Autor Kurze die vielfätigen Borgwardschen-Produkte in Wort und Bild der zeitgenössischen Konkurenz gegenüber stellt, so dass ein aussagekräftiges Bild des damaligen (bundesdeutschen) Automarktes entsteht und geradezu beklemmend spürbar wird, warum sich die Borgward-Gruppe nicht behaupten konnte. Nicht ganz scharf wird die eigentlich erwartete Beschränkung auf das Betrachtungsjahr eingehalten; aus einer Abhandlung über das 1958 neue Ersatzteilwerk wird – überschrieben mit „Lloyd Chef Karl-Heinz Bädecker“ – die Gesamtgeschichte der Lloyd Motoren Werke nach 1961. Dem Tiefgang des insgesamt 96seitigen Buches tut das keinen Abbruch, im Gegenteil: Manches läßt sich (bei Borgward) einfach nicht innerhalb starrer Muster erklären.

 

Noch ist unklar, ob das Lexikon neben der Nachkriegszeit auch die Entwicklungen von Hansa-Lloyd umfassen wird, die als historischer Vorgängerbetrieb bereits vor dem ersten Weltkrieg Automobile bauten. Ebenfalls interessant wären Betrachtungen zum Aufstieg des Carl F.W. Borgward in den zwanziger und dreißiger Jahren, etwa vom Blitzkarren bis zum Neubau des Werkes Sebaldsbrück im Jahre 1938. Ob es dazu kommen wird, ist noch nicht sicher, in jedem Fall sind rund 15 Jahrbücher geplant.

 

Von Jan Eggermann, 2014

 

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