60 Jahre Citroën 2CV

1927 Michelin-Manager Pierre Jules Boulanger macht Mitte der Zwanziger des letzte Jahrhunderts eine folgenreiche Beobachtung: Ausgerechnet von seinem Küchenfenster aus.

1937 stehen die Vorgaben für das ganz kleine Auto von Citroën: 50 km/h Höchstgeschwindigkeit bei geringem Verbrauch, einfache Wartung, komfortabler Transport von vier Erwachsenen.

1948 Als sich am Morgen des 7. Oktober die Tore des Grand Palais in Paris zum fünfzigsten Salon de l’Automobile öffnen, gelingt Citroën ein nicht zuletzt durch die jahrelang betriebene Geheimhaltung um das Projekt 2CV ein werbewirksamer Coup

1958 Der deutsche Automarkt ist fest unter einheimischen Herstellern aufgeteilt, und das spartanische Mobil namens 2CV aus Frankreich will partout nicht zu den vermeintlichen Käuferwünschen der ausgehenden Wirtschaftswunderzeit passen.

1968 Auf einem Golfplatz unweit Deauville spielen sich am 17. Mai eigenartige Szenen ab. Alles mutet an wie in einem Film von Stanley Kubrick. Doch hier führt Citroën Regie.

2008 Seit kurzem führt das Pariser Museum für Zeitgenössische Kunst unter der Inventarnummer AM 2006-94 eine Originalzeichnung aus dem Tim und Struppi Band L’Affaire Tournesol (dt. Der Fall Bienlein). Wohl nicht zufällig hat ausgerechnet im 60. Jubiläumsjahr des 2CV mit der berühmten „Seite 12“ eine der bekanntesten Enten-Adaptionen der Comicgeschichte Eingang in das Musée Beaubourg gefunden.

Lempdes Das ein paar Kilometer ostlich von Clermont-Ferrand gelegene 9.200-Seelen-Örtchen Lempdes hält das Erbe des Pierre Jules Boulanger wach. Am Rande der RN 89 unterstreicht das 1996 eingeweihte „2CV-Monument“ den Anspruch des kleinen Ortes, Frankreichs „2CV-Stadt“ zu sein.

 

Anläßlich des Jubiläums 60 Jahre Citroën 2CV erschienen Teile dieser Serie auch in gedruckter Form im Entenschnabel, das deutschsprachige Magazin für 2CV FreundInnen.

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