50 Jahre Borgward Isabella

Armaturenbrett der ersten Isabella von 1954 - 1957.

Vor fünfzig Jahren präsentierten die Bremer Borgward Werke ihre zunächst schlicht Hansa 1500 genannte Isabella. Borgwards berühmteste automobile Kreation ist seitdem zum Inbegriff automobiler Formensprache der fünfziger Jahre geworden, und gilt heute vielen als eines der schönsten Fahrzeuge der Nachkriegszeit.

 

Bild: Isabella in der Ausführung von 1959 bis 1961. Montage: garage2cv.de

Schon bei der Pressevorstellung des Wagens im Juni 1954 fand die Form der Isabella allgemein positiven Anklang. Dass es sich um Carl Borgwards wohl schönste Schöpfung handelte, ist bis heute unbestritten. Zum Erfolg der Isabella trug jedoch nicht nur ihre Form bei, vielmehr war es die im Jahre 1954 völlig neue Mischung aus ansprechendem Äusseren und guten Fahreigenschaften. So schrieb der Weser Kurier damals, der Kunde wünsche sich ein Fahrzeug mittlerer Klasse, das neben größter Wirtschaftlichkeit, großer Bequemlichkeit und Fahrkomfort sowie großer Fahrleistungen auch die Eigenschaften besäße, die sonst nur bei Wagen weit größerer Klasen vorhanden seien.

 

Bild: Isabella Combi. Montage: garage2cv.de

Und eben diese Voraussetzungen konnte Borgward mit seiner Isabella nahezu perfekt erfüllen. Ausgestattet mit einem robusten 60PS Vierzylinder-Motor erreichte Isabella Fahrleistungen, die in jener Zeit ansonsten nur Sportwagen vorbehalten waren. Ab September 1957 gab es unter der Bezeichnung TS (= Touring Sport – Anm. d. Red) auch noch eine Version mit 75PS, die den sportiven Charakter der Isabella nochmals unterstrich. Kein Wunder, dass Isabella so auch für den Einsatz im Motorsport prädestiniert war. Bereits im November 1954 nahm sie erfolgreich an der Rallye Carrera Panamericana teil, viele weitere Rennsporteinsätze sollten in den kommenden Jahren folgen.

 

Bild: Blick in das Isabella Coupe. Archiv garage 2cv.de

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Unter den zahlreichen Karosserievarianten der Isabella ist neben dem Combi-Modell vor allem das Isabella Coupé erwähnenswert. Zunächst nur als Einzelstück für Borgwards Ehefrau konzipiert, war dieses Modell ebenfalls ab 1957 frei verkäuflich. Insgesamt verließen rund 200.000 Isabellen das Borgward-Werk in Bremen-Sebaldsbrück, ein Großteil davon übrigens in Richtung Übersee: Fast die Hälfte der Produktion wurde exportiert. Ein abruptes Ende fand die Karriere der Isabella Anfang 1961, als die Borgward-Gruppe unter zweifelhaften Umständen in Konkurs ging. Die letzte reguläre Isabella lief 1962 vom Band, noch heute sind beim Kraftfahrtbundesamt einige hundert Fahrzeuge gemeldet.

 

Von Jan Eggermann, 2004

 

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